Einen Neuzugang ganz anderer Art soll hier auch kurz Erwähnung finden.

 

Vor etlichen Jahren hatten einige Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr und des Schützenvereins Pr. Ströhens die Idee, sich einen Planwagen zu bauen. Viele Stunden Arbeit wurden investiert, bis aus einem Anhängerfahrgestell und einem Busdach, den später so genannten "Feuerwehr-Express" entstehen zu lassen. Das handwerkliche Geschick und viel Liebe zum Detail spiegeln sich in ihrer Arbeit wieder. Als Zugmaschine wurde ein 11er Deutz F1M414 Bj. 49 erworben. Lange Zeit leistete das Gespann wertvolle Dienste und bescherte viele gemütliche Stunden zu allen möglichen vereinsinternen Veranstaltungen und Festlichkeiten der Mitglieder. Aber auch an ihm nagte der Zahn der Zeit; erste Ausbesserungsarbeiten vielen an, aber es wurde immer schwieriger, Freiwillige zu finden. Der kleine Deutz verteilte sein Öl immer großzügiger in der näheren Umgebung und bedurfte auch einer dringenden Überholung. Daher wurden wir gefragt, ob wir uns nicht diesem Gespann annehmen mögen, damit dieses dem Ort und seinen Vereinen weiter zur Verfügung stände. Schließlich geht es ja auch um den Schlepper. Nach reichlicher Überlegung erklärten wir uns bereit; wohl wissend, was auf uns zukommt. Bei einer Versammlung der Feuerwehr viel die Entscheidung endgültig. Die Übergabe fand mit einer Sonderfahrt der Erbauer und aktiven Helfer statt und endete mit einem Essen und gemütlichen Umtrunk.

Im Oktober 2003 starteten wir dann die Restauration des Planwagen. Als erstes wurde die kompl. Inneneinrichtung entfernt da die Sitze morsch und fast überall eingerissen, Spanplatten aufgequollen und beschädigt waren. Nun konnte der Innenraum im vorderen Bereich nach unseren Vorstellungen umgestaltet werden. Es konnten nun Staufächer, zwei zusätzliche Sitzreihen oben und eine vernünftige Radiohalterung eingebaut werden. Dafür kam natürlich nur noch richtiges Holz zum Einsatz.

Als Sitze wurden massive Holzplatten mit Polsterschaumstoff versehen und mit strapazierfähigen Kunstleder bezogen. Eine sehr anstrengende und schweißtreibende Arbeit, bei der unsere Frauen viel Einsatz gezeigt haben.

Außen am Übergang zum Dach hatte der Rost teilweise schon so stark zugeschlagen, das teilweise Bleche eingesetzt werden mussten. Der Rest wurde gründlich geschliffen, grundiert und neu gestrichen. Die Dachluken wurden repariert und neu abgedichtet und das ganze Dach bekam einen weniger empfindlichen, grauen Anstrich. Der Deichsel wurden Stoßdämpfer spendiert, welche nun ein nahezu ruckfreies Anfahren und Bremsen ermöglichen. Die alte PKW-Bereifung haben wir durch großvolumigere Reifen ersetzt, um einen höheren Federungskomfort zu erreichen.

Auch eine kleine Sicherheitsschaltung ist installiert, welche mittels Türkontakten vor einem unerlaubten Aussteigen während der Fahrt warnt.

Nach über drei Monaten war es dann geschafft, der Planwagen erstrahlte im neuen Glanz.

Im Herbst 2004 haben wir dann noch ein TÜV-Gutachten beantragt. Dieses wurde auch ohne Beanstandungen erteilt und bestätigt den nun einwandfreien und verkehrstauglichen Zustand des Wagens.